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12.03.2014

Fleischerhandwerk behauptet sich auch 2013

Das Deutsche Fleischerhandwerk konnte sich im Jahr 2013 behaupten.

DFV-Jentzsch-Fuchs-Suess_Gf-Schlagbauer

DFV-Jentzsch-Fuchs-Suess_Gf-Schlagbauer

Dies gaben Vertreter des Deutschen Fleischer-Verbandes auf ihrer Frühjahrspressekonferenz in München bekannt. So waren die handwerklich arbeitenden Fleischer zum Jahresende mit 23.349 stationären Verkaufsstellen am Markt vertreten. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 13.931 eigenständigen Meisterbetrieben und 9.418 weiteren Verkaufsstellen, die als Filialen betrieben werden. Zu diesen kommen noch rund 5.000 fahrbare Verkaufsstellen, die regelmäßig auf Wochenmärkten oder im Tourendienst anzutreffen sind.

Damit hat sich der seit Jahren anhaltende Veränderungsprozess aber auch 2013 fortgesetzt, die Zahl der selbständigen Betriebe ist im vergangenen Jahr um 441 zurückgegangen. Wie bereits in den vergangenen Jahren sind die Rückgänge überwiegend bei den kleinen Unternehmen bis 500.000 Euro Jahresumsatz zu verzeichnen gewesen. Diese Betriebe haben besondere Schwierigkeiten, geeignete Nachfolger in der Familie oder im eigenen Unternehmen zu finden.

Unabhängig vom Betriebsrückgang ist allerdings der Gesamtumsatz der deutschen Fleischer-Fachgeschäfte in den letzten Jahren stetig gewachsen. Für das Jahr 2013 gehen die Vertreter des von einem leichten Umsatz-Plus von etwa einem Prozent auf insgesamt 16,5 Milliarden Euro aus. In den vergangenen Jahren sind die am Markt verbliebenen Betriebe stetig effizienter geworden, der Jahresumsatz pro Beschäftigten ist in den letzten zehn Jahren um rund 20.000 auf etwa 115.000 Euro gewachsen. Der durchschnittliche Umsatz pro Betrieb im selben Zeitraum um rund 200.000 Euro auf momentan 1,15 Millionen Euro gestiegen.

Im Gegensatz zum Vorjahr haben sich 2013 die Erträge deutlich zufriedenstellender entwickelt. Vor Abschreibungen einschließlich Zinsen hat sich das durchschnittliche Betriebsergebnis im letzten Jahr um knapp zwei Punkte auf 12,3 Prozent verbessert. Ein wichtiger Grund dafür ist die Entspannung am Rohstoffmarkt. Die dramatische Preisentwicklung bei Gewürzen oder Naturdärmen hat sich im letzten Jahr spürbar beruhigt. Zudem haben viele Geschäfte lange notwendige Preisanpassungen vorgenommen. An diesen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten kamen auch die Unternehmen des Fleischerhandwerks nicht vorbei. Ein steigender Kostendruck bringt zumindest mittelfristig auch steigende Verbraucherpreise mit sich. Das hat sich über alle Anbieter von Fleisch und Wurst hinweg auch im letzten Jahr gezeigt.

Nicht zuletzt wegen der gesunkenen Ausbildungszahlen haben die Fleischer-Fachgeschäfte in Deutschland einen Rückgang der Beschäftigtenzahlen um etwa zwei Prozent zu verzeichnen. Insgesamt waren damit 2013 143.000 Personen im Fleischerhandwerk beschäftigt.

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