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25.02.2011

Bayern macht Front gegen industrielle Weinproduktion

Forderung nach Verlängerung des Anbaustopps für Reben bis 2025

Auf  Einladung  des  Fränkischen  Wein-
bauverbandes kamen die Vertreter des
Bayerischen  Landtages  der  Fraktionen
CSU  und  FDP  zu  einem  Parlamentari-
schen Abend in den Landtagsgaststät-
ten des Bayerischen Landtages zusam-
men. Dabei ergab sich für das Präsidi-
um des Fränkischen Weinbauverbandes
die Gelegenheit, mit den Parlamentari-
ern hautnah über die Anliegen der frän-
kischen Winzer zu sprechen:  Die The-
men Mit der drohenden Aufhebung des
Anbaustopps - Wie geht es weiter mit
der einzigartigen Kulturlandschaft, den
Steillagen, wenn der Anbaustopp fällt?
Wie  können  die  prägenden  Steil-  und
Terrassenlagen vor dem Hintergrund der
globalen Erwärmung gesichert werden?
wurden erörtert. Natürlich hatte es sich
der  Fränkische  Weinbauverband  nicht
nehmen lassen und beste Frankenwei-
ne mitgebracht. Die Abgeordneten bei-
der  Fraktionen  sagte  den  fränkischen
Winzern ihre volle Unterstützung zu.
Weinwelt:
Parlamentarischer Abend
im Bayerischen Landtag
Dr. Otto Hünnerkopf, Frankens Weinkönigin Me-
lanie Unsleber und Staatsminister Joachim Herr-
mann beim Parlamentarischen Abend in München.
Bayern startet gemeinsam mit Baden-
Württemberg und Rheinland-Pfalz eine
Bundesratsinitiative, um eine Verlänge-
rung des derzeitigen Anbaustopps für
Reben bis zum Jahr 2025 in der EU zu
erreichen.  "Damit  setzen  die  großen
Weinbauländer in Deutschland ein kla-
res Signal für ihre Weinbauern und ge-
gen einen industriellen Weinbau in Eu-
ropa. Die von der EU vorgesehene Frei-
gabe der Produktion ab 2015 hätte gra-
vierende Nachteile für unsere heimische
Kulturlandschaft.  Weinberge  in  land-
schaftlich  wertvollen  Steillagen  liefen
Gefahr  zugunsten  leichter  zu  bewirt-
schaftender  Flächen  aufgegeben  zu
werden. Traditionelle Weinbaustruktu-
ren wären dann nicht mehr konkurrenz-
fähig. Mit unserer Initiative wollen wir
der Bundesregierung für die anstehen-
den Verhandlungen in Brüssel den Rü-
cken stärken", erklärte Landwirtschafts-
minister Helmut Brunner. Der bayerische
Weg  des  Weinbaus  mit  seiner  konse-
quenten Ausrichtung auf Qualität statt
Masse sei äußerst erfolgreich. Um die-
sen Weg weiter gehen zu können, brau-
che man allerdings entsprechende Rah-
menbedingungen. Gerade Anbauregi-
onen wie Franken mit seinen typischen
Steil-  und  Terrassenlagen  seien  auch
künftig auf ein funktionierendes Pflanz-
rechtesystem  angewiesen.  Die  durch
eine  Verlängerung  des  Anbaustopps
gewonnene Zeitspanne sollte die Wein-
wirtschaft laut Brunner nutzen, um be-
zeichnungsrechtliche Konzepte zu erar-
beiten, die Wein aus Steillagen mit sei-
nen  besonderen  Qualitätsmerkmalen
für den Verbraucher deutlicher erkenn-
bar  machen.  Mit  rund  6  000  Hektar
Rebfläche, 99,5 Prozent davon in Fran-
ken,  ist  Bayern  nach  Rheinland-Pfalz
und  Baden-Württemberg  bundesweit
das  drittgrößte  Weinbauland. 

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